Allgemein, Dokumentarfilm

Ausgrissn! In der Lederhosn nach Las Vegas

Julian und Thomas Wittmann, zwei Brüder aus der Bayrischen Provinz, wollen mit ihren Mopeds nach Las Vegas fahren. Mit 40 km/h machen sie sich auf die Reise um die Freiheit zu finden. Auf ihrem Trip lernen Sie diverse schräge Typen kennen, überwinden technische Probleme mit ihren Mopeds und erreichen schließlich ihr Ziel. Im Anschluss an die Reise soll der Film in ihrer Dorfgaststätte vorgeführt werden. Auch hier gibt es wieder technische Probleme, eine Wirtin, die ihnen nicht wohlgesonnen ist aber auch eine hilfreiche Putzfrau, so dass die Filmvorführung schließlich doch ein Erfolg wird.

Eine Mischung aus Dokumentation und Fiktion, ein bayerisches Roadmovie. Durchaus ein interessanter Versuch und für ein Erstlingswerk nicht schlecht. Auch der bayrische Einschlag kommt gut rüber. Mir waren es aber zu viele skurrile Typen und Außenseiter, denen die beiden Brüder begegnen und zu wenig Impressionen von Amerika. Die Idee mit der Filvorführung in der Dorfgaststätte mit Monika Gruber als Putzfrau mit deren magischen (?) Kräften die Filmvorführung dann doch noch klappt ist witzig und die bayrischen Originale in der Gaststätte sind gut getroffen.

Bewertung: ***

Kinostart: 13.08.2020 FSK: 0 Jahre Regie: Julian Wittmann

Allgemein, Dokumentarfilm

Unsere Grosse Kleine Farm

Das Ehepaar John und Molly Chester lebt in einem kleinen Appartement in Los Angeles. Eines Tages beschließen sie einen Hund (Todd) aus dem Tierheim zu „adoptieren“. Leider bellt der Hund ständig während beide arbeiten und so wird ihnen die Wohnung gekündigt. Dies ist für das Paar der Auslöser, ihren Plan zu verwirklichen: Eine eigene Farm zu haben und diese ganz traditionell zu bewirtschaften. Es gelingt ihnen mit Hilfe eines Investors 81 Hektar Land eine Autostunde von LA entfernt zu kaufen. Das gekaufte Land ist ausgelaugt und heruntergewirtschaftet. Um fachkundige Hilfe zu haben engagieren sie Alan York, einen Pionier der biodynamischen Landwirtschaft. Mit seiner Unterstützung und der Hilfe von Freiwilligen, die sie über das Internet aktivieren, wollen sie die Farm wieder zum Leben erwecken. Es wird ein arbeitsreicher und mühevoller Prozess mit vielen Rückschlägen. Alan`s Zauberwort ist „Diversity“ (Vielfalt), d.h. für ihn eine Vielfalt an Pflanzen, Obstsorten und Tieren in einem sich selbst regulierenden Ökosystem. Trotz Alan’s Krebstod, Überschwemmungen, Waldbränden, und natürlichen Plagen (Kojoten, Schnecken, Maden, etc.) gelingt es ihnen, eine erfolgreiche Farm im Einklang mit der Natur aufzubauen.

Zweifellos eine aktuelle Geschichte, die gerade das junge Publikum ansprechen kann. In Zeiten von Klimawandel und Umweltverschmutzung ist eine Erfolgsgeschichte wie diese wichtig. Andererseits wäre der Erfolg ohne den nicht näher genannten „Investor“ und die zahlreichen freiwilligen Helfer nicht möglich gewesen. Also vielleicht doch kein Modell für Alle.

Bewertung: ***

FSK: 0 Jahre Kinostart: 11.07.2019 Regie: John Chester