Allgemein, Horrorfilm

The Silence

Die seit einem Unfall gehörlose Ally (Kiernan Shipka), ein Teenager, lebt mit ihrer Familie an der Ostküste der USA. Hier öffnet eine Gruppe von Höhlenforschern eine unterirdische Kammer und befreit dadurch eine gefährliche Spezies, die dort seit Jahrmillionen eingeschlossen waren. Diese fledermausartigen, blutrünstigen Kreaturen (Vesps) sind zwar blind, reagieren aber auf das geringste Geräusch und stürzen sich dann auf Mensch und Tier. Ally, ihr Vater (Stanley Tucci) und ihre übrige Familie fliehen zunächst in die Wälder und können sich praktisch nur noch in Gebärdensprache verständigen. Um eine Zuflucht im Norden zu erreichen – die Kreaturen vertragen keine Kälte – muss die Familie diverse Schwierigkeiten überstehen und auch gegen Überlebende, eine sektenähnliche Gruppe kämpfen, die es auf Ally abgesehen hat. Natürlich erreicht die Familie nicht komplett die rettende Zuflucht.

Horrorfilm ohne übertriebene Schockelemente. Da Ally am Anfang als Erzählerin agiert ist klar, dass zumindest sie überleben wird. Ihr Handicap wird zum Vorteil. Gut gemacht und spannend erzählt, wie die Familie in Anbetracht der Gefahr eng zusammenrückt.

Bewertung: *****

FSK: 16 Jahre Kinostart: 16.05.2019 Regie: John R. Leonetti

Allgemein, Drama/Thriller

Breakthrough – Zurück ins Leben

Der 14jährige John Smith (Marcel Ruiz) lebt mit seinen Adoptiveltern in der Kleinstadt Lake St. Louis. Die Familie, besonders seine Adoptivmutter Joyce (Chrissy Metz), ist sehr religiös. John ist in der Schule beliebt, spielt im Basketballteam und ist der ganze Stolz seiner Adoptiveltern. Als er gemeinsam mit zwei Freunden auf dem zugefrorenen See spielt brechen alle drei im Eis ein. Während sich seine beiden Freunde retten können bleibt John 15 Minuten unter Wasser. Die Wiederbelebungsversuche im Krankenhaus sind erfolglos, John ist klinisch tot. Joyce kommt völlig verzweifelt ins Krankenhaus und als sie sich von John verabschieden soll beginnt sie zu beten. Plötzlich hat John wieder einen schwachen Puls. Er wird in eine Spezialklinik verlegt, wo man den Eltern aber wenig Hoffnung macht. Sollte John überleben wird er schwerst behindert bleiben. Die Eltern wollen sich mit dieser Diagnose nicht abfinden und gemeinsam mit dem Pastor ihrer Gemeinde bleiben sie anJohn`s Bett und beten für seine Genesung. Auch die Klassenkameraden und Freunde der Familie unterstützen sie. Schließßlich geschieht das medizinische Wunder, John überlebt, wacht auf und wird wieder völlig gesund.

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und ist dramaturgisch sehr gut gemacht. Als Zuschauer kann man gar nicht anders als emotional voll betroffen zu sein. Natürlich ist die tiefe Religiösität der Familie , eher für die USA typisch, aber die zugrundeliegenden Werte wie Glaube, Hoffnung, Familie, Freundschaft beeindrucken außerordentlich. Zur Sicherheit Taschentücher mit ins Kino nehmen.

Bewertung: *****

FSK: 0 Jahre Kinostart: 16.5.2019 Regie: Roxann Dawson

Allgemein, Komödie

Glam Girls – Hinreißend verdorben

Die trampelhafte Trickbetrügerin Penny (Rebel Wilson) lernt in einem Zug Josephine (Anne Hathaway) kennen, eine besonders raffinierte Betrügerin. Penny kann Josephine mit leichtem Druck überreden, ihr etwas von ihrem Können zu vermitteln und schließlich gehen sie gemeinsam auf die Jagd nach wohlhabenden Männern, um sie auszunehmen. Die Zusammenarbeit wird auf die Probe gestellt, als ein junger Mann (Alex Sharp), ein vermeintlicher Software-Milliardär, in ihr Visier gerät. Es entsteht ein Wettbewerb zwischen den beiden Damen, wer die bessere Trickbetrügerin ist.

Grandiose Bilder von wunderschönen Landschaften, luxuriösen Hotels/Casinos und exklusiven Häusern, ansonsten leider enttäuschend. Keine wirklich gelungenen Dialoge, platte Gags, vorhersehbare Handlung, schwaches Drehbuch.

Bewertung: ***

FSK: 6 Jahre Filmstart: 09.05.2019 Regie: Chris Addison

Allgemein, Kinder- und Jugendfilm

Pokemon: Meisterdetektiv Pikachu

Der junge Tim Goodman(Justice Smith) hat seinen Vater Harry, einen Detektiv, seit Jahren nicht gesehen. Als er erfährt dass sein Vater getötet wurde macht sich Tim nach Ryme City auf, um seine Wohnung aufzulösen. Da keine Leiche vorhanden ist zweifelt Tim daran, dass sein Vater wirklich tot ist. Zusammen mit Harry`s Pokemon-Partner Pikachu versucht er das Schicksal von Harry aufzuklären. Gleichzeitig wollen sie erreichen, dass Menschen und Pokemon weiter friedlich zusammenleben können. Sie müssen spannende Abenteuer bestehen und eine geheimnisvolle Verschwörung aufdecken.

Simple, vorhersehbare Geschichte, wenig Spannung. Kaum witzige Szenen. Handlung etwas wirr. Am Ausgang gibt es von Beginn an keine Zweifel. Selbst die Zielgruppe der 8 bis 12jährigen wird wohl nicht begeistert sein.

Bewertung: **

FSK: 0 Jahre Kinostart: 09.05.2019 Regie: Rob Letterman

Allgemein, Drama/Thriller

Der Fall Collini

„Er ist tot – Präsidentensuite“ ist der erste Satz im Film. Der 84jährige Großindustrielle Hans Meyer ist das Opfer, der von Fabrizio Collini (Franco Nero) scheinbar ohne Motiv getötet wurde. Der junge Anwalt Caspar Leinen (Elyas M`Barek) wird zum Pflichtverteidiger bestellt ohne zu ahnen, dass es sich beim Opfer um den Großvater seiner Jugendliebe Johanna (Alexandra Maria Lara) handelt, der für ihn eine Art Ersatzvater und großzügiger Förderer war. Da Collini schweigt, aber zweifelsfrei der Täter ist, versucht Caspar etwas über sein Motiv herauszufinden. Diese Suche führt zu einem Wiedersehen mit seinem Vater, der sich von seiner Mutter trennte als Caspar zwei Jahre alt war. Mit einigen Rückblenden spielt der Film nun hauptsächlich im Gerichtssaal, in dem der Anwalt der Nebenklägerin Johanna, Caspars ehemaliger Professor Richard Mattinger (Heiner Lauterbach), zu Caspars Gegenspieler wird.

Die allmähliche Entschlüsselung der Hintergründe dieses scheinbar sinnlosen Verbrechens ist spannend erzählt. Elyas M`Barek und Heiner Lauterbach glänzen als Schauspieler. Die überraschende Wendung am Ende verhindert ein Abdriften des Films ins Triviale und lässt den Zuschauer beklommen und nachdenklich zurück.

Bewertung: ****

FSK: 12 Jahre Kinostart: 18.04.2019 Regie: Marco Kreuzpaintner