Drama/Thriller, Komödie

Green Book

Der aus der Bronx stammende Italo-Amerikaner Tony Lip (Viggo Mortensen) arbeitet als Türsteher in einem Club. Als dieser wegen einer Renovierung schließen muss sucht er einen neuen Job. Er wird Chauffeur bei dem begnadeten schwarzen Pianisten Don Shirley (Marshala Ali), der auf eine Tournee gehen will, die ihn auch in die Südstaaten der USA führen soll. Shirley ist hoch gebildet, elegant und spricht mehrere Sprachen. Tony ist eher das Gegenteil, seine Manieren sind unterentwickelt, seine Sprache vulgär und er ist bereit Probleme auch einmal mit Gewalt zu lösen. Auf ihrer Fahrt müssen sie auf das Negro Motorist Green Book zurückgreifen, einen Reiseführer, der Restaurants, Tankstellen und Hotels enthält, die bereit sind auch Schwarze aufzunehmen bzw. zu bedienen. Je weiter sie auf ihrer mehrmonatigen Tour in die Südstaaten kommen, umso deutlicher wird der alltägliche Rassismus. Der schwarze Pianist darf für die Weißen spielen, ihre Restaurants, Hotels, ja sogar Toiletten bleiben ihm aber verwehrt. Der Film zeigt beeindruckend und auch humorvoll, wie sich aus dem ungleichen Gespann schließlich eine enge Freundschaft entwickelt.

Themen wie Rassismus, Freundschaft, Ehrlichkeit und Umweltschutz werden auf eine ausgesprochen unterhaltsame Weise präsentiert. Der Film ist ein gelungenes Roadmovie, unbedingt sehenswert.
Tipp: Auch die Originalversion ansehen und sich über die deutsche Synchronisation wundern.

Bewertung: *****

FSK:  6 Jahre      Filmstart: 31.01.2019    Regie: Peter Farrelly    

Werbeanzeigen
Komödie

Plötzlich Familie

Familienidylle made in USA? Das Ehepaar Ellie (Rose Byrne) und Pete (Mark Wahlberg) beschließt ein Kind zu adoptieren. Aus einem Kind werden schließlich drei Geschwister, die sie aufnehmen. Ellie und Pete erkennen schnell, dass Eltern sein nicht so einfach ist, wie zunächst angenommen. Die drei Geschwister, insbesondere die rebellische, pubertierende Lizzy (Isabela Moner) stellen die frischgebackenen Eltern vor große Probleme. Auch die Selbsthilfegruppe für Eltern adoptierter Kinder ist keine große Hilfe – sorgt aber für einige witzige Szenen. Das Auftauchen der leiblichen Mutter der Kinder schafft zusätzliche Komplikationen und bis zum nicht gerade überraschenden Happy-End sind noch zahlreiche Verwicklungen, Verletzungen, etc. zu überstehen.

Gelungene Komödie mit viel Wortwitz. Natürlich ist das Happy-End genrebedingt, aber der Film sorgt für fast zwei Stunden gute Unterhaltung. Das Auftauchen der leiblichen Mutter und die Zerrissenheit von Lizzy sind überzeugend und unter Verzicht auf Plattitüden umgesetzt. Alle Darsteller, insbesondere die Kinder, sind gut besetzt und Sympathieträger auf ganzer Linie.

Bewertung:  ****

FSK:  6 Jahre           Filmstart: 24.01.2019         Regie:  Sean Anders

Drama/Thriller

CREED 2

Adonis Creed (Michael B. Jordan) ist neuer Boxweltmeister im Schwergewicht. Allerdings gewinnt er gegen einen Champion, der seinen Zenit bereits überschritten hatte. Ivan Drago (Dolph Lundgren) kommt mit seinem Sohn Viktor (Florian Munteanu) in die USA um Adonis herauszufordern. Adonis kann nicht anders, er nimmt die Herausforderung an und das blutige Boxspektakel nimmt seinen Lauf. Das Drehbuch von CREED 2 bietet einige interessante Facetten – Adonis wird Vater und sorgt sich um die Gesundheit seines Babys, Ivan und Victor kämpfen um Anerkennung in der Heimat. Natürlich darf Rocky Balboa (Sylvester Stallone) als Trainer von Adonis Creed nicht fehlen. Er war gegen den Kampf und trägt schwer an der Frage, ob er Adonis weiter trainieren soll.

Natürlich ist die schauspielerische Ausdrucksfähigkeit von Sylvester Stallone (warum trägt er die ganze Zeit diesen dämlichen Hut?) überschaubar, der Film ist aber trotzdem durchaus unterhaltsam. Die Boxszenen sind gewohnt spektakulär. Florian Munteanu war bei einer Preview in München im Cinemaxx  und machte einen ausgesprochen sympathischen Eindruck. Ihm ist zu wünschen, dass er mit Creed 2 durchstartet.

Bewertung: * * * *

FSK: 12 Jahre             Kinostart: 24.01.2019              Regie: Steven Caple jr.

 

 

Komödie

Kalte Füsse

Denis (Emilio Sakraya) hat Schulden und wird gezwungen in das Haus des reichen Schlaganfallpatienten Raimund (Heiner Lauterbach) einzubrechen. Er wird ertappt, aber irrtümlich für einen Pfleger gehalten. Denis versucht die Täuschung vor der Enkelin Charlotte (Sonja Gerhard) von Raimund, einer angehenden Polizistin, aufrechtzuerhalten. Raimund kann aufgrund des Schlaganfalls nicht sprechen, durchschaut Denis aber schnell. Als ein Schneesturm alle einschneit kommt es zu diversen Verwicklungen und komischen Situationen. Schließlich tauchen auch die Hintermänner von Denis wieder auf und Denis kommt in die Zwickmühle, da er sich inzwischen in Charlotte verliebt hat. Ob die Beiden am Ende ein Paar werden?

Eine überraschend witzige deutsche Komödie mit ausgezeichneten Darstellern. Kaum peinliche Momente. Heiner Lauterbach spielt den sprachlosen Schlaganfallpatienten sehr überzeugend.

Bewertung:  * * * * *

FSK: 12 Jahre Kinostart: 10.01.2019 Regie: Wolfgang Groos