Allgemein, Drama/Thriller, SyFy

Tenet

Es beginnt mit einem spektakulären Terroranschlag in einem Opernhaus. Der Portagonist (John David Washington) ist auf der Seite der Guten und weigert sich sogar unter der Folter seine Gefährten zu verraten. Daraufhin wird er auserwählt den dritten Weltkrieg zu verhindern und eine unbekannte Bedrohung aus der Zukunft auszuschalten. Außer einem Codewort – „Tenet“ – hat der Protagonist kaum Informationen. Von einer Wissenschaftlerin erfährt er, dass immer mehr Gegenstände aus der Zukunft in die Gegenwart kommen (invertiert werden), sich also in der Zeit rückwärts bewegen. Der Protangonist lässt seine Kontakte spielen und kommt über einen indischen Umweg auf den Namen des russichen Milliardärs Andrei Sator. Über dessen Frau Kat (Elizabeth Debicki) will er an ihn herankommen. Sie hasst ihren Mann und will ihn verlassen, hat aber Angst den gemeinsamen Sohn zu verlieren. Wüste Schlägereien, wilde Verfolgungsjagden und heiße Kampfszenen wechseln sich ab. Dabei werden die Sehgewohnheiten strapaziert, da sich die Personen teilweise rückwärts bewegen. Ob die Welt am Ende gerettet werden kann?

Für Freunde des gepflegten Actionfilms ein „must see“. Natürlich darf man sich nicht mit Logik aufhalten, aber wer braucht das in diesem Genre schon. Die Idee mit den sich rückwärtsbewegenden Menschen, Fahrzeugen etc. war für mich überzogen. Gerade bei den Verfolgungsjagden und Schlägereien auch schwer nachzuvollziehen. Der Showdown am Ende ist natürlich großes Actionkino. Alles in allem 150 abwechslungsreiche Minuten.

Bewertung: ****

Kinostart: 26.08.2020 FSK: 12 Jahre Regie: Christopher Nolan

Allgemein, Dokumentarfilm

Ausgrissn! In der Lederhosn nach Las Vegas

Julian und Thomas Wittmann, zwei Brüder aus der Bayrischen Provinz, wollen mit ihren Mopeds nach Las Vegas fahren. Mit 40 km/h machen sie sich auf die Reise um die Freiheit zu finden. Auf ihrem Trip lernen Sie diverse schräge Typen kennen, überwinden technische Probleme mit ihren Mopeds und erreichen schließlich ihr Ziel. Im Anschluss an die Reise soll der Film in ihrer Dorfgaststätte vorgeführt werden. Auch hier gibt es wieder technische Probleme, eine Wirtin, die ihnen nicht wohlgesonnen ist aber auch eine hilfreiche Putzfrau, so dass die Filmvorführung schließlich doch ein Erfolg wird.

Eine Mischung aus Dokumentation und Fiktion, ein bayerisches Roadmovie. Durchaus ein interessanter Versuch und für ein Erstlingswerk nicht schlecht. Auch der bayrische Einschlag kommt gut rüber. Mir waren es aber zu viele skurrile Typen und Außenseiter, denen die beiden Brüder begegnen und zu wenig Impressionen von Amerika. Die Idee mit der Filvorführung in der Dorfgaststätte mit Monika Gruber als Putzfrau mit deren magischen (?) Kräften die Filmvorführung dann doch noch klappt ist witzig und die bayrischen Originale in der Gaststätte sind gut getroffen.

Bewertung: ***

Kinostart: 13.08.2020 FSK: 0 Jahre Regie: Julian Wittmann

Allgemein, Drama/Thriller, Komödie

Love Sarah

Konditorin Sarah (Candice Brown) stirbt kurz bevor sie ihren Traum verwirklichen kann, eine Konditorei in London zu eröffnen. Ihre Tochter Clarissa (Shannon Tarbet) will nun zusammen mit Isabella (Shelley Conn), der besten Freundin ihrer Mutter diesen Traum verwirklichen, da sie ohnehin den teuren Mietvertrag haben. Gerade jetzt trennt sich ihr Freund von ihr und sie muss bei ihrer Großmutter Mimi (Celia Imrie) Unterschlupf suchen. Mit einigen Mühen können Sie Mimi überzeugen, sich finanziell zu beteiligen. Die Konditorei-Eröffnung gestaltet sich aber problematischer als gedacht. Kompliziert wird die Situation noch dadurch, dass der Exfreund von Sarah, ein ausgezeichneter Konditor mithilft, der aber glaubt der Vater von Clarissa zu sein. Als er und Isabella sich näher kommen wird die Zusammenarbeit nur noch problematischer.

Ein Wohlfühl-Film mit Happy-End und schönen Bildern von London. Natürlich geht es bei dieser romantischen Komödie um Liebe und Zusammenhalt und die Überwindung von Trauer und Schmerz.

Bewertung: ****

Kinostart: 14.05.2020 FSK: 0 Jahre Regie: Eliza Schroeder

Allgemein, Komödie

Emma

Emma Woodhouse (Anya Taylor-Joy), 21 Jahre, lebt zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit ihrem Vater (Bill Nighy) im britischen Highbury. Als Angehörige des wohlhabenden Landadelshat sie Spaß daran, als Heiratsstifterin tätig zu sein. Nachdem sie ihre Gouvernante und Freundin bereits erfolgreich verkuppelt hat versucht sie nun ihre neue Freundin Harriet Smith (Mia Goth) unter die Haube zu bringen. Harriet ist weniger gut situiert, lebt in einem Mädchenpensionat und hat zudem den Makel, ein uneheliches Kind zu sein, das ihren Vater nicht kennt. Emma versucht eine gute Partie für Harriet zu finden und ist enttäuscht, als sie von einem örtlichen Pächter einen Antrag erhält. Da sie Mr. Elton (Josh O‘Connor), den jungen Pfarrer als geeigneten Kandidaten ausgesucht hat, hinterteibt Emma die Verbindung mit dem Pächter. Dabei ignoriert Emma auch die Warnungen von Mr. Knightley (Johnny Flynn), einem guten Freund und häufigen Gast im Haus ihres Vaters, der sie darauf hinweist, dass Mr. Elton eine gut situierte Frau als Partnerin sucht. Als Emma ihren Fehler erkennt sieht sie in dem neu angekommenen Frank Churchill (Callum Turner) einen potentiellen Heiratskandidaten. Die Verwicklungen nehmen ihren Lauf und vielleicht kommt ja auch Emma selbst noch unter die Haube?

Ein hervorragendes Bild des beginnenden 19. Jahrhunderts. Große Klassengegensätze, eine verwöhnte Oberschicht, die sich langweilt und mit Nichtstun beschäftigt ist. Hervorragende Filmmusik und ausgezeichnete Darsteller – besonders Bill Nighy sehe ich immer wieder gerne. Grandiose Bilder, schöne Kostüme – hier ist Entschleunigung angesagt.

Bewertung. *****

Kinostart: 05.03.2020 FSK: 0 Jahre Regie: Autumn de Wilde

Allgemein, Komödie

Die Känguru-Chroniken

Marc-Uwe (Dimitrj Schaad) ist ein relativ erfolgloser Kleinkünstler in Berlin. Eines Tages steht ein Känguru (!) vor seiner Tür, um sich Eier auszuleihen. Es hat offenkundig eine Nachbarwohnung illegal besetzt. Nachdem es vor zwei Polizisten flüchten muss, quartiert es sich bei Marc-Uwe ein. Das Känguru ist nach eigenem Verständnis Kommunist, während Marc-Uwe sich als Anarchist sieht. Hier ergeben sich diverse Verwicklungen. Marc-Uwe schwärmt erfolglos für eine schöne Nachbarin und ein skrupelloser Immobilienhai, der auch noch Aushängeschild einer rechten Partei ist, will die Mieter rauswerfen und ein Hochhaus errichten.

Schräge Komödie, bei der ich mich mit der Bewertung schwer getan habe. Etwas mehr Biss hätte dem Film gut getan. Letztendlich hat das Känguru aber den Film gerettet. Kleiner Tipp: Am Ende ist noch lange nicht Schluss.

Bewertung: ***

Kinostart: 05.03.2020 FSK: 0 Jahre Regie: Dany Levi