Allgemein, Drama/Thriller

1917

Nordfrankreich während des ersten Weltkrieges. 1917 ist die Auseinandersetzung zum Stellungskrieg geworden. Die beiden britischen Soldaten Schofield (George MacKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) erhalten den Auftrag, durch das Niemandsland zwischen britischen und deutschen Stellungen zu einem anderen britischen Bataillon vorzudringen, um dieses von einem verhängnisvollen Angriff abzuhalten, da es dort in einen deutschen Hinterhalt geraten würde. Blake ist besonders motiviert, da sein älterer Bruder in diesem Bataillon Dienst tut. Der Film schildert den Weg durch das Niemandsland, die Gefahren, die Angst und der Mut der beiden Engländer sowie der enorme Zeitdruck, um die eigenen Soldaten noch rechtzeitig zu warnen . Werden sie rechtzeitig durchkommen?

Trotz „Golden Globe“ als bester Film und diverser Oscar-Nominierungen für mich nicht immer überzeugend. Die vielgelobte Spannung war nicht durchgängig zu spüren. Natürlich als Anti-Kriegsfilm konzipiert aber doch mit vorhersehbarem Ausgang.

Bewertung: ***

Kinostart: 16.01.2020 FSK: 12 Jahre Regie: Sam Mendes

Allgemein, Drama/Thriller

7500

Tobias Ellis (Joseph Gordon-Levitt) geht am Berliner Flughafen ins Cockpit seines Airbus, den er nach Paris fliegen soll. Kurz danach kommt auch Kapitän Michael Lutzmann (Carlo Kitzlinger) und nimmt seinen Platz ein. An Bord ist als Flugbegleiterin auch seine Freundin Gökce (Aylin Tezel), eine Deutsch-Türkin, die die Mutter ihres gemeinsamen Sohnes ist. Am Terminal sieht man, wie u.a. auch mehrere Männer einchecken, von denen klar ist, dass es sich um die Flugzeugentführer handelt. Der Filmtitel 7500 ist schließlich der internationale Transponder-Code für eine Flugzeugentführung. Der Flug beginnt mit einigen wetterbedingten Turbulenzen und der Blick geht immer wieder mit der Kamera aus dem Cockpit in den Vorraum, in dem die Flugbegleiterinnen mit ihrer Arbeit beginnen. Schließlich versuchen die Terroristen das Cockpit zu stürmen. Mit knapper Not können Pilot und Copilot dies verhindern und die Türe verriegeln. Beide werden dabei verletzt, der Pilot stirbt schließlich an seiner Verwundung. Die Terroristen versuchen mit der Drohung Geiseln zu töten den Zugang zum Cockpit zu erzwingen. Tobias kann dabei nur das Geschehen im Vorraum per Kamera beobachten, was mit den Passagieren passiert sieht er nicht. Eine erste Geisel wird von den mit zugespitzten Glasscherben bewaffneten Terroristen getötet, als sich Tobias weigert, die Türe zu öffnen. Schließlich drohen die Terroristen Gökce zu töten. Wie wird Tobias reagieren?

Was für eine Überraschung. Ein gut gemachter, spannender deutscher Actionthriller. Drehbuch, Darsteller und Kamera überzeugen auf der ganzen Linie. Man fiebert förmlich mit, wie sich aus einem scheinbaren Routineflug nach Paris eine Flugzeugentführung entwickelt. Gerade am Anfang wartet man mit zunehmender Spannung, was und wann es denn passiert. Alles spielt sich auf engstem Raum – im Cockpit – ab. Nur mit der Kamera geht der Blick in den Vorraum und man glaubt die Anspannung und Angst von Tobias zu spüren. Glaubwürdig, nicht weichgespült und sicherlich nur mit einem Bruchteil des Budgets vergleichbarer amerikanischer Actionfilme, aber mindestens genau so gut, wenn nicht besser. Großes Kompliment – unbedingt anschauen!

Bewertung: *****

Kinostart: 29.12.2019 FSK: 12 Jahre Regie: Patrick Vollrath

Allgemein, Animationsfilm, Kinder- und Jugendfilm

Spione Undercover

Walter Beckett ist als Kind ein Außenseiter, da er sich sehr für die Wissenschaft interessiert. Seine Mutter, eine Polizistin, bestärkt ihn jedoch darin, seinen eigenen Weg zu gehen. Jahre später arbeitet Walter tatsächlich im Labor des Geheimdienstes. Hier ist Lance Sterling der coolste und erfolgreichste Geheimagent, den man sich vorstellen kann. Er ist charmant, witzig und ziemlich eingebildet. Bei seiner letzten Mission ist Lance nur scheinbar erfolgreich, tatsächlich wird er aber Opfer einer Intrige und muss vor seinen eigenen Leuten fliehen. Mit Hilfe von Walter`s Erfindungen will er seine Unschuld beweisen. Dummerweise wird er von Walter auf der Flucht in eine Taube verwandelt und er muss schließlich erkennen, dass sie nur gemeinsam, als Team, erfolgreich sein können.

Witziger, technisch gut gemachter Animationsfilm für ein sehr junges Publikum. Natürlich mit dem unvermeidlichen Happy End – das Gute muss schließlich triumphieren. Wie bei allen Filmen dieser Art muss man sich fragen, ob die jungen Zuschauer die Gewaltszenen richtig einordnen können.

Bewertung: ***

FSK: – Kinostart: 25.12.2019 Regie: Nick Bruno, Troy Quane

Allgemein, Komödie

Einsam Zweisam

Rémy und Mélanie sind beide Single und wohnen in Mietshäuserin in Paris nebeneinander, ohne sich jedoch zu kennen. Rémy ist traumatisiert, da seine Schwester mit 7 Jahren an Krebs starb und dieses Drama seither in seiner Familie totgeschwiegen wurde. Mélanie leidet immer noch an der Scheidung ihrer Eltern und hat sich vor einem Jahr von ihrem Freund getrennt. Beide sind einsam in Paris und versuchen neue Partner zu finden. Als sie sich ihrer Kindheitstraumata bewusst werden – Rémy erleidet eine Panikattacke in der UBahn- suchen beide unterschiedliche Psychotherapeuten auf. Per Zufall kommt Rémy zu einer jungen weißen Katze, die ihm aber eines Tages wegläuft und von Mélanie gefunden wird. Werden die beiden sich begegnen, ein Paar werden?

Amüsante Milieuschilderung. Das Viertel in dem die beiden Hauptdarsteller leben ist wahrlich Mulitkulti. Für mich ein typisch französischer Film, durchaus witzig, ohne platte Gags. Schon anzuschauen, hier macht man mit einem Kinobesuch nichts falsch.

Bewertung: ****

FSK: 6 Jahre Kinostart: 19.12.2019 Regie: Cedric Klapisch

Allgemein, Kinder- und Jugendfilm, Komödie

Jumanji 2: The Next Level

Spencer (Alex Wolf) ist unzufrieden in New York und repariert bei seiner Rückkehr das Spiel und wird in die Spielewelt gezogen. Seine Freunde wollen ihm helfen und beschließen ihm zu folgen. Auch der Großvater von Spencer (Danny DeVito) und dessen Freund und ehemaliger Geschäftspartner Milo Walker (Danny Glover) werden in das Spiel gesaugt. Wer landet in welchem Körper? Natürlich sind wieder diverse Abenteuer zu bestehen und der Bösewicht ist diesmal wirklich ein „Brutaler“. Leben auf Leben der Freunde wird ausgelöscht. Wird es wieder ein Happy End geben?

Ein großer Erfolg verlangt eine Fortsetzung und hier ist sie. Natürlich ziemlich sinnfrei aber manchmal doch ganz witzig. Die wildgewordenen Affen sind zwar leicht überdreht und „Jörgen the Brutal“ ist eher langweilig. Wer Videogames mag hat vielleicht Spaß daran.

Bewertung: ***

Kinostart: 12.12. 2019 FSK: 12 Jahre Regie: Jake Kasdan