Allgemein, Drama/Thriller

After Passion

Die brave Tessa Young (Josephine Langford) zieht zu Hause aus und wird von ihrer alleinerziehenden Mutter und ihrem Highschool-Freund Noah zur Universität gefahren. Ihre Mutter ist von Tessas Mitbewohnerin Steph nicht begeistert, da sie Angst hat, das sie von ihr vom Studium abgelenkt wird. Tatsächlich stellt Steph sie ihren Freunden, unter anderem Hardin Scott (Hero Fiennes Tiffin) vor. Tessa ist strebsam, trinkt und raucht nicht und ist eigentlich nicht Hardin`s Typ. Auf einer Party spielen sie „Wahrheit oder Pflicht“, bei dem Tessa dann einen Rückzieher macht. Hardin, ein smarter Boy, ist eine Zurückweisung nicht gewohnt und wettet mit den Anderen, dass es ihm gelingt Tessa „rumzukriegen“. Tessa weiß davon nichts und erliegt langsam Hardins geheimnisvollem Charme. Sie werden ein Paar und als Tessas Mutter von der Beziehung erfährt und die finanzielle Unterstützung von Tessa einstellt, muss sie aus dem Wohnheim ausziehen und zieht mit Hardin zusammen. Die Harmonie droht zu zerbrechen, als Tessa von Hardins Wette erfährt. Sie beschliesst zu ihrer Mutter zurückzukehren und besucht auch ihren Jugendfreund Noah erneut. …

Kein Erotikfilm sondern ein Film über das Erwachsenwerden, die Abnabelung vom Elterhaus, die Suche nach dem eigenen Weg. Das ist nicht immer einfach, manchmal schmerzhaft und leider in diesem Film auch ohne echte Höhepunkte. Der Film plätschert so vor sich hin, ist vorhersehbar und manchmal fast langweilig.

Bewertung: **

FSK: 0 Jahre Kinostart: 11.04.2019 Regie: Jenny Cage

Allgemein, Komödie

Vorhang auf für Cyrano

Ende des 19 Jahrhunderts in Paris. Wieder ist ein Theaterstück des jungen Autors Edmond Rostand (Thomas Solivérès) beim Publikum durchgefallen. Um Frau und Kind zu ernähren und die Miete bezahlen zu können braucht er dringend eine neue Idee. Zwei Jahre hat er eine Schreibblockade bis ihn eine Freundin an den bekannten Schauspieler Constant Coquelin (Olivier Gourmet) empfiehlt, der gerade ein neues Stück sucht. Rostand kann ihn von einer Idee überzeugen und Coquelin willigt ein, das noch ungeschriebene Stück aufzuführen, natürlich mit ihm selbst in der Hauptrolle. Rostand braucht dringend eine Inspiration, da er momentan nicht mehr als den Titel „Cyrano de Bergerac“ und die Idee über einen Schriftsteller mit großer Nase zu schreiben hat. Dank seines Freundes, der unglücklich verliebt ist und für den er Liebesbriefe an seine Angebetete verfasst und eines schwarzen Kaffeehausbesitzers, der ihn motiviert weiter zu schreiben, gelingt es ihm unter großem Zeitdruck einen Akt nach dem anderen zu Papier zu bringen. Die Proben beginn obwohl das Stück noch nicht fertig ist und zahlreiche Probleme mit Geldgebern und Schauspielern müssen überwunden werden, bevor Frankreichs erfolgreichstes Theaterstück aufgeführt werden kann und zu einem gigantischen Erfolg wird.

Für Freunde des franzöischen Films empfehlenswert. Ein gelungenes Bild der Belle Epoche mit ausgezeichneten Schauspielern, allerdings doch mit Längen und nicht immer mit dem Schwung, den man von einer Komödie erwartet.

Bewertung: ***

FSK: 0 Jahre Kinostart: 21.03.2019 Regie: Alexis Michalik

Allgemein, Komödie

Die Goldfische

Oliver (Tom Schilling), ein erfolgreicher Banker steht auf dem Weg zu einem wichtigen Meeting im Stau. Um den Termin nicht zu verpassen macht er ein riskantes Überholmanöver. Oliver verliert die Kontrolle über seinen Wagen, baut einen Unfall und wacht im Krankenhaus querschnittgelähmt auf. Während der Reha lernt er die junge Sozialpädagogin Laura (Jella Haase – die „Chantal“ aus Fack ju Göhte) kennen, die dort eine Gruppe – die „Die Goldfische“ betreut. Eine Blinde, zwei Autisten, ein Mädchen mit Down—Syndrom und der demotivierte Pfleger Eddy sind in ihrer Obhut. Als Oliver erfährt, dass sein Schließfach mit mehr als 1 Mio Euro Schwarzgeld in Zürich aufzufliegen droht, beschließt er die Gruppe als Tarnung zu benutzen, um sein Geld sicher über die Grenze nach Deutschland zu bringen. Er organisiert eine „Kameltherapie“ in der Schweiz und überzeugt die Reha-Leiterin von dem Trip, den er natürlich aus eigenen Tasche bezahlen will. Nun beginnt der herrlich chaotische Teil der Reise. Die Abhebung des Geldes klappt noch, die Rückfahrt wird jedoch zu einem Fiasko. Das Schwarzgeld ist am Ende verloren, aber für die Liebe besteht eine Chance. Nach dem spektakulären Unfall verflacht der Film kurzzeitig etwas, um dann mit dem Trip in die Schweiz wieder deutlich an Fahrt aufzunehmen. Die Rückfahrt ist herrlich überzeichnet, zahlreiche Lacher sind garantiert. Die durchgeknallte Behindertentruppe wird hervorragend gespielt – hier überzeugt jeder Darsteller.

Nach dem spektakulären Unfall verflacht der Film kurzzeitig etwas, um dann mit dem Trip in die Schweiz wieder deutlich an Fahrt aufzunehmen. Die Rückfahrt ist herrlich überzeichnet, zahlreiche Lacher sind garantiert. Die durchgeknallte Behindertentruppe wird hervorragend gespielt – hier überzeugt jeder Darsteller. Besonders gelungen ist die Szene im Freizeitpark als es Euro-Scheine regnet. Hier benehmen sich die „Normalos“ richtig behindert. Mal wieder eine gelungene deutsche Komödie.

Bewertung: ****

FSK: 6 Jahre Filmstart: 21.03.2019 Regie: Alireza Golafshan

Allgemein, Drama/Thriller

Trautmann

Der junge Wehrmachtssoldat Bert Trautmann (David Kross) kommt als Kriegsgefangener in ein Lager nach England. Hier wird er beim Fußballspiel – er ist der Torwart – von Jack Friar (John Henshaw), einem Lebensmittelhändler und Trainer des lokalen Fußballvereins beobachtet. Um den drohenden Abstieg seines Vereins zu verhindern kann Jack den Lagerkommandanten mit einer Schachtel Zigarren überreden, ihm Trautmann als Ladenhilfe und vor allem als Torwart für seinen Verein zu überlassen. Trotz der Ressentiments gegen einen Deutschen, dem Kriegsgegner und Feind in der eigenen Mannschaft hält Jack an Trautmann fest und seine Leistung als Torwart verhindert tatsächlich den Abstieg des Clubs. Trautmann verliebt sich in die Tochter von Jack Friar, die er schließlich sogar heiratet. Bert wird immer wieder von seinem Kriegstrauma, der Tötung eines kleinen Jungen heimgesucht, die in Rückblenden erzählt wird. Nach der Niederlage Deutschlands und der Auflösung des Lagers bleibt Bert in England und wird schließlich sogar von Manchester City als Torwart engagiert. Hier sind die Widerstände gegen den Feind, den mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichneten Soldaten noch größer und es kommt zu Demonstrationen gegen seinen Einsatz. Trautmann kann seine Kritiker durch seine Leistung überzeugen und als er beim FA-Cup-Finale mit einem Genickbruch weiterspielt und seinem Team so den Sieg sichert wird er endgültig zum Volkshelden. Nach über 500 Spielen für Manchester City trat er als einer der beliebtesten Spieler (und Deutschen) zurück.

Ein gelungener Film über die unglaubliche Karriere eines ehemaligen Wehrmachtssoldaten, der über den Sport nicht nur einmal zum Fußballer des Jahres in England gewählt wurde sondern zu einem der beliebtesten Fußballer seiner Zeit wurde. Natürlich ist der Film etwas „weichgezeichnet“ aber das ändert nichts am guten Film, der nicht nur für Fußballfans sehr sehenswert ist.

Bewertung: ****

FSK: 12 Jahre Kinostart: 14.03.2019 Regie: Marcus H. Rosenmüller

Allgemein, Komödie

Rate your Date

Teresa (Alicia von Rittberg) und Patricia (Nilam Farooq) sind sehr unterschiedlich und doch beste Freundinnen. Teresa ist datingerfahren und schnell bereit sich auf eine neue Liebe einzulassen. Patricia dagegen ist alleinerziehend, eher romantisch und wartet auf ihren Mister Right. Als Teresa ihren Job verliert hat sie eine Idee. Sie will eine App entwickeln, mit der man sein Date bewerten (in Schubladen stecken) kann. Mit Anton (Marc Benjamin), ein Informatiker und dessen Freund Paul (Edin Hasanovic) sind auch gleich zwei Partner gefunden. Anton ist leicht neurotisch und datingunerfahren. Paul ist von Beruf Sohn, gibt das Geld seines Vaters aus und immer bereit mit dessen Geld einzusteigen. Die Dating-App hat schnell mehr als 100.000 User, aber dann werden aus Bewertungen der Dates Verunglimpfungen und die Dating-App wird zur Mobbing-App. Schließlich muss sie vom Netz genommen werden. Nach allerlei romantischen Verwicklungen geht das Quartett mit einer neuen App, mit der sich zwei Menschen, die sich zufällig getroofen haben wiederfinden können online und wir nähern uns dem Happy-End.

Eine durchaus flotte Komödie in die man nicht zu viel hineininterpretieren sollte. Gute Hauptdarsteller, witzige Dialoge – wenn auch der letzte Kick fehlt.

Bewertung: ***

FSK: 12 Jahre Kinostart: 07.03.2019 Regie: David Dietl