Allgemein, Animationsfilm, Kinder- und Jugendfilm

Spione Undercover

Walter Beckett ist als Kind ein Außenseiter, da er sich sehr für die Wissenschaft interessiert. Seine Mutter, eine Polizistin, bestärkt ihn jedoch darin, seinen eigenen Weg zu gehen. Jahre später arbeitet Walter tatsächlich im Labor des Geheimdienstes. Hier ist Lance Sterling der coolste und erfolgreichste Geheimagent, den man sich vorstellen kann. Er ist charmant, witzig und ziemlich eingebildet. Bei seiner letzten Mission ist Lance nur scheinbar erfolgreich, tatsächlich wird er aber Opfer einer Intrige und muss vor seinen eigenen Leuten fliehen. Mit Hilfe von Walter`s Erfindungen will er seine Unschuld beweisen. Dummerweise wird er von Walter auf der Flucht in eine Taube verwandelt und er muss schließlich erkennen, dass sie nur gemeinsam, als Team, erfolgreich sein können.

Witziger, technisch gut gemachter Animationsfilm für ein sehr junges Publikum. Natürlich mit dem unvermeidlichen Happy End – das Gute muss schließlich triumphieren. Wie bei allen Filmen dieser Art muss man sich fragen, ob die jungen Zuschauer die Gewaltszenen richtig einordnen können.

Bewertung: ***

FSK: – Kinostart: 25.12.2019 Regie: Nick Bruno, Troy Quane

Allgemein, Komödie

Einsam Zweisam

Rémy und Mélanie sind beide Single und wohnen in Mietshäuserin in Paris nebeneinander, ohne sich jedoch zu kennen. Rémy ist traumatisiert, da seine Schwester mit 7 Jahren an Krebs starb und dieses Drama seither in seiner Familie totgeschwiegen wurde. Mélanie leidet immer noch an der Scheidung ihrer Eltern und hat sich vor einem Jahr von ihrem Freund getrennt. Beide sind einsam in Paris und versuchen neue Partner zu finden. Als sie sich ihrer Kindheitstraumata bewusst werden – Rémy erleidet eine Panikattacke in der UBahn- suchen beide unterschiedliche Psychotherapeuten auf. Per Zufall kommt Rémy zu einer jungen weißen Katze, die ihm aber eines Tages wegläuft und von Mélanie gefunden wird. Werden die beiden sich begegnen, ein Paar werden?

Amüsante Milieuschilderung. Das Viertel in dem die beiden Hauptdarsteller leben ist wahrlich Mulitkulti. Für mich ein typisch französischer Film, durchaus witzig, ohne platte Gags. Schon anzuschauen, hier macht man mit einem Kinobesuch nichts falsch.

Bewertung: ****

FSK: 6 Jahre Kinostart: 19.12.2019 Regie: Cedric Klapisch

Allgemein, Kinder- und Jugendfilm, Komödie

Jumanji 2: The Next Level

Spencer (Alex Wolf) ist unzufrieden in New York und repariert bei seiner Rückkehr das Spiel und wird in die Spielewelt gezogen. Seine Freunde wollen ihm helfen und beschließen ihm zu folgen. Auch der Großvater von Spencer (Danny DeVito) und dessen Freund und ehemaliger Geschäftspartner Milo Walker (Danny Glover) werden in das Spiel gesaugt. Wer landet in welchem Körper? Natürlich sind wieder diverse Abenteuer zu bestehen und der Bösewicht ist diesmal wirklich ein „Brutaler“. Leben auf Leben der Freunde wird ausgelöscht. Wird es wieder ein Happy End geben?

Ein großer Erfolg verlangt eine Fortsetzung und hier ist sie. Natürlich ziemlich sinnfrei aber manchmal doch ganz witzig. Die wildgewordenen Affen sind zwar leicht überdreht und „Jörgen the Brutal“ ist eher langweilig. Wer Videogames mag hat vielleicht Spaß daran.

Bewertung: ***

Kinostart: 12.12. 2019 FSK: 12 Jahre Regie: Jake Kasdan

Allgemein, Drama/Thriller

Wild Rose

Rose-Lynn Harlan (Jessie Buckley) wird nach einem Jahr Haft aus dem Gefängnis entlassen. Ihre beiden Kinder wurden von ihrer Mutter Marion (Julie Walters) betreut. Rose-Lynn ist Country-Sängerin und ihr großer Wunsch ist es ihre Heimatstadt Glasgow zu verlassen und in Memphis den Durchbruch als Sängerin zu schaffen. Sie ist egoistisch, verantwortungslos und lebenshungrig. Ihr Versuch ihren alten Job in einer Country-Bar wieder zu bekommen scheitert und sie muss als Putzhilfe arbeiten – eine Stelle, die sie durch die Hilfe ihrer Mutter bekommt. Ihre neue Arbeitgeberin Sarah (Sophie Okonedo) unterstützt die Ambitionen von Rose-Lynn und gibt ihr die Chancce auf ihrer Geburtstagsparty aufzutreten. Um für den Auftritt zu proben, muss Rose-Lynn jedoch ihre Kinder vernachlässigen – eine Tatsache auf die sie ihre Mutter immer wieder hinweist. Rose-Lynn ist hin- und hergerissen zwischen ihrem Wunsch nach Selbstverwirklichung und der Verantwortung für ihre Kinder. Sie lässt den Auftritt auf der Geburtstagsfeier platzen und verliert den Job bei Sarah. Überraschend erhält sie nun von ihrer Mutter das Geld für die ersehnte Reise nach Memphis. Wird sie dort den Durchbruch schaffen?

Gelungene Milieuschilderung. Jessie Buckley überzeugt als Rose-Lynn und kann ihre Zerrissenheit glaubhaft schildern. Dazu kommt die Super-Country-Musik. Wer ein schnelles Happy End mit Rose-Lynn`s Durchbruch in Memphis erwartete wird – Gott sei Dank – enttäuscht.

Bewertung: ****

FSK: – Kinostart: 12.12.2019 Regie: Tom Harper

Allgemein, Komödie

Hustlers

Ramona (Jennifer Lopez) ist der Star in New Yorks angesagtestem Stripclub. Destiny (Constance Wu) kommt neu in den Club und freundet sich mit Ramona an, die sie unter ihre Fittiche nimmt und ihr beibringt, wie man tanzt, die Gäste taxiert und ihnen den letzten Dollar aus der Tasche zieht. Beide werden immer erfolgreicher und verdienen viel Geld. Diese Erfolgssträhne stoppt jäh mit der Finanzkrise. Die Gäste bleiben aus und Ramona und Destiny müssen ihre Strategie ändern. Ramona kommt auf die Idee, die Männer mit einem Drogenmix gefügig zu machen und auszunehmen. Auch diese Masche funktioniert und sie gewinnen mehrere Kolleginnen, die mit ihnen gemeinsame Sache machen. Zwischen den Mädchen entwickelt sich eine Freundschaft, ja fast familiäre Beziehungen. Wird die Erfolgssträhne anhalten oder kommt das Böse erwachen?

Jennifer Lopez in einer ganz anderen, sehr offenherzigen Rolle. Viel nackte Haut und zur Abwechslung sind es mal die Frauen, die die Regeln bestimmen, das starke Geschlecht sind und die Männer ausnehmen. Die Moralvorstellungen der Mädels sind ganz offenbar nicht sehr eng – die der Männer ja auch nicht – und ihr Abdriften in die Kriminalität wird geradezu als Notwendigkeit geschildert. Unterhaltsam und Jennifer Lopez sieht man ja immer gerne, aber mir fehlte etwas die Spannung.

Bewertung: ****

Kinostart: 28.11.2019 FSK: 12 Jahre Regie: Lorene Scafaria