Allgemein, Kinder- und Jugendfilm

Enzo und die wunderbare Welt der Menschen

Denny Swift (Milo Ventimiglia) ist ein aufstrebender Rennfahrer, der sich aus einer Laune heraus einen Hund (Enzo) anschafft. Die ganze Geschichte wird aus der Sicht von Enzo erzählt. Er schildert wie sich Denny in Eve (Amanda Seyfried) verliebt, sie heiratet und schließlich eine Tochter (Zoe) bekommt. Gleichzeitig treibt er seine Karriere als Rennfahrer voran, ohne aber den großen Durchbruch zu schaffen. Enzo glaubt an eine mongolische Legende. Ein Hund, der dazu bereit ist wird in seinem nächsten Leben als Mensch wiedergeboren. So begleitet Enzo das Schicksal seiner geliebten Menschen, ohne jedoch in deren Leben eingreifen zu können. Eve erkrankt an Krebs und stirbt schließlich sogar. Denny muss mit seinen (reichen) Schwiegereltern um das Sorgerecht für Zoe kämpfen.

Ein schöner, sanfter Film, der das Leben aus der Sicht eines manchmal philosophischen Hundes schildert. Enzo versucht die Menschen und deren Handlungen zu verstehen und entwickelt u.a. eine besondere Leidenschaft für Autorennen. Die heile Welt wird durch die Erkrankung von Eve aus den Angeln gehoben. Das Ganze ist unterhaltsam, für Hundeliebhaber und Freunde des Rennsports auch sehenswert, wenn auch manchmal etwas arg klischeehaft.

Bewertung: ****

FSK: 6 Jahre Kinostart: 3.10.2019 Regie: Simon Curtis

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Allgemein, Komödie

Eine ganz heiße Nummer 2.0

Der beschauliche Ort Marienzell hat ein ernsthaftes Problem. Einwohner wandern ab, Läden schließen – aus einem einfachen Grund: Der Ort hat kein High Speed Internet und für den zuständigen Betreiber ist ein Anschluss des Ortes schlicht wirtschaftlich nicht rentabel. Lena (Rosalie Thomass) ist auch persönlich davon betroffen. Sie wünscht sich endlich ein Kind, ihr Mann ist allerdings dagegen, da der Hof zu wenig abwirft und sie sich ein Kind nicht leisten können. Sexuell läuft deshalb zwischen den Beiden nichts mehr und ihr Mann ist auf Pornoseiten im Internet unterwegs. Mit ihren Freundinnen Waltraud (Gisela Schneeberger) und Maria (Bettina Mittendorfer) will sich Lena deshalb an einem Tanzwettbewerb im Nachbarort beteiligen um mit dem Preisgeld die teure Internetverbindung anzuzahlen. Juror der Veranstaltung ist Jorge Gonzalez, der die Damen bei ihren Bemühungen tatkräftig unterstützt. Allerdings macht ihnen die Frau des Bürgermeisters mit einem eigenen Tanzauftritt das Preisgeld streitig und diverse private Probleme der Damen machen es ihnen auch nicht leicht, sich auf den Auftritt zu konzentrieren.

Die guten Schauspieler hätten ein besseres Drehbuch verdient. Der Film hat zweifellos witzige Stellen – die Idee mit dem Schweinchen ist nett, und wie Lena am Anfang halbnackt mit dem alten Traktor durch das Dorf brettert hat etwas. Auch die Tanzeinlagen und die Schlussszenen sind gut, aber insgesamt doch irgendwie holprig. Porno schauen trotz zu langsamen Internet – irgendwie widersprüchlich. Man merkt, dass nach dem überraschenden Erfolg des ersten Teils ein 2. Teil fällig war – und das hat dann ja relativ lange gedauert.

Bewertung: ***

FSK: 12 Jahre Kinostart: 03.10.2019 Regie: Rainer Kaufmann

Allgemein, Drama/Thriller

Dem Horizont so nah

Sommer 1999. Jessica (Luna Wedler) hat gerade den Führerschein bestanden und feiert ihren 18. Geburtstag. Als sie abends feiert lernt sie Danny (Jannik Schümann) kennen, einen charmanten, sehr gut aussehenden jungen Mann. Danny scheint zunächst kein Interesse zu haben, Jessica aber hat sich sofort in ihn verliebt. Sie jobbt in der Catering-Firma ihrer Eltern und als sie einen Cateringauftrag für eine Modefirma ausführt trifft sie Danny wieder, der dort als Model arbeitet. Schließlich beginnen sie eine Beziehung, und Jessica zieht in die Wohnung von Danny und begegnet dort seiner Mitbewohnerin. Danny hat ein dunkles Geheimnis, das ihre Liebe belastet. Jessica muss sich entscheiden, will sie bei Danny bleiben obwohl es keine langfristige gemeinsame Zukunft geben wird, oder soll sie sich von ihm trennen?

Eine Liebesgeschichte von zwei jungen Menschen, die sich sehr rasch völlig anders entwickelt als von Jessica geplant. Die Dramatik der Beziehung, die Anfeindungen und das Unverständnis ihrer Umgebung, der sich beide ausgesetzt sehen, wird glaubhaft geschildert. Natürlich wird dann klar, dass es kein Happy End geben kann aber trotzdem bleibt der Film bis zum Schluss spannend. Auch die Nebenhandlung von Danny’s Mitbewohnerin Tina (Victoria Mayer) und der Konflikt mit Jessica’s Freundin sind absolut glaubhaft. Beide Hauptdarsteller passen einfach – sehenswert.

Bewertung: *****

FSK: 12 Jahre Kinostart: 10.10.2019 Regie: Tim Trachte

Allgemein, Kinder- und Jugendfilm, Komödie

Get Lucky – Sex verändert alles

Eine Gruppe Jugendlicher macht Urlaub auf einer Insel – alle mit der Absicht dort (erste) sexuelle Erfahrungen zu sammeln . Gastgeberin auf der Insel ist Tante Ellen (Palina Rojinski), wie es der Zufall will Sexualtherapeutin, die natürlich hilfreiche Tipps (Kondome benutzen!) geben kann. Wie zu erwarten gibt es ein paar Verwicklungen und Irritationen, aber am Ende haben sich alle wahnsinnig lieb.

Eine Art öffentlich-rechtlicher Aufklärungsfilm. Alle Beteiligten sind jung, wahnsinnig aufgeschlossen und tolerant. Natürlich ein paar arg weit hergeholte Szenen bei immer schönem Wetter und eine nicht immer sinnhafte Handlung, aber für die Zielgruppe der 12jährigen vielleicht noch sehenswert.

Bewertung: ***

FSK: 12 Jahre Kinostart: 26.09.2019 Regie: Ziska Riemann

Allgemein, Drama/Thriller

Rambo 5: Last Blood

John Rambo (Sylvester Stallone) lebt als traumatisierter Vietnam-Veteran auf einer Farm in der Nähe der mexikanischen Grenze. Gabriella (Yvette Monreal), die Tochter seiner Haushälterin, macht sich auf die Suche nach ihrem Vater und wird in Mexiko entführt. Die Verbrecher sind Mitglieder eines mexikanischen Menschenhändlerringes, der junge Frauen entführt, zur Prostitution zwingt und drogenabhängig macht. Rambo macht sich auf den Weg um Gabriella zu befreien. Sein erster Versuch scheitert, er wird schwer misshandelt und überlebt nur Dank der Hilfe der Journalistin Carmen Delgado (Paz Vega), deren Schwester auch von Verbrechern entführt und getötet wurde. Schließlich kann er Gabriella doch befreien, sie stirbt jedoch auf dem Weg nach Hause. Nun beginnt John Rambos unerbitterlicher Rachefeldzug.

Was soll man sagen? Man bekommt, was man erwartet und die Altersfreigabe sollte man unbedingt ernst nehmen. Ein großes Gemetzel mit immer ausgefalleneren Arten, die bösen Jungs umzubringen und dem zu erwartenden Ende. Nach etwa dreißig Toten habe ich aufgehört zu zählen. Das finale Gemetzel am Ende setzt dem Ganzen dann noch mal die Krone auf. Nr. 5 war wohl noch nicht der letzte Rambo. Seine Fans wird es freuen.

Bewertung: ****

FSK: 18 Jahre Kinostart: 19.09.2019 Regie: Adrian Grunberg