Allgemein, Drama/Thriller

7500

Tobias Ellis (Joseph Gordon-Levitt) geht am Berliner Flughafen ins Cockpit seines Airbus, den er nach Paris fliegen soll. Kurz danach kommt auch Kapitän Michael Lutzmann (Carlo Kitzlinger) und nimmt seinen Platz ein. An Bord ist als Flugbegleiterin auch seine Freundin Gökce (Aylin Tezel), eine Deutsch-Türkin, die die Mutter ihres gemeinsamen Sohnes ist. Am Terminal sieht man, wie u.a. auch mehrere Männer einchecken, von denen klar ist, dass es sich um die Flugzeugentführer handelt. Der Filmtitel 7500 ist schließlich der internationale Transponder-Code für eine Flugzeugentführung. Der Flug beginnt mit einigen wetterbedingten Turbulenzen und der Blick geht immer wieder mit der Kamera aus dem Cockpit in den Vorraum, in dem die Flugbegleiterinnen mit ihrer Arbeit beginnen. Schließlich versuchen die Terroristen das Cockpit zu stürmen. Mit knapper Not können Pilot und Copilot dies verhindern und die Türe verriegeln. Beide werden dabei verletzt, der Pilot stirbt schließlich an seiner Verwundung. Die Terroristen versuchen mit der Drohung Geiseln zu töten den Zugang zum Cockpit zu erzwingen. Tobias kann dabei nur das Geschehen im Vorraum per Kamera beobachten, was mit den Passagieren passiert sieht er nicht. Eine erste Geisel wird von den mit zugespitzten Glasscherben bewaffneten Terroristen getötet, als sich Tobias weigert, die Türe zu öffnen. Schließlich drohen die Terroristen Gökce zu töten. Wie wird Tobias reagieren?

Was für eine Überraschung. Ein gut gemachter, spannender deutscher Actionthriller. Drehbuch, Darsteller und Kamera überzeugen auf der ganzen Linie. Man fiebert förmlich mit, wie sich aus einem scheinbaren Routineflug nach Paris eine Flugzeugentführung entwickelt. Gerade am Anfang wartet man mit zunehmender Spannung, was und wann es denn passiert. Alles spielt sich auf engstem Raum – im Cockpit – ab. Nur mit der Kamera geht der Blick in den Vorraum und man glaubt die Anspannung und Angst von Tobias zu spüren. Glaubwürdig, nicht weichgespült und sicherlich nur mit einem Bruchteil des Budgets vergleichbarer amerikanischer Actionfilme, aber mindestens genau so gut, wenn nicht besser. Großes Kompliment – unbedingt anschauen!

Bewertung: *****

Kinostart: 29.12.2019 FSK: 12 Jahre Regie: Patrick Vollrath