Allgemein, Drama/Thriller

Cronofobia

Michael (Vinicio Marchioni) ist mit einem weißen Transporter ziellos durch die Schweiz unterwegs. Er beobachtet immer wieder Anna (Sabine Timoteo), die wie er offenkundig von einem traumatischen Ereignis belastet und psychisch schwer angeschlagen ist. Anna verschließt sich von ihrer Umgebung und wenn sie Laufen geht und an einer Bahnschranke warten muss schreit sie ihre Wut an den vorbeifahrenden Zug. Michael und Anna verbindet ein düsteres Geheimnis, das nur Michael kennt. Michael dringt immer mehr in Annas Leben ein, beide treffen sich schließlich und nähern sich an, bis Michael erzählt, was sie verbindet.

Definitiv keine leichte Kost, kein Fast-Food-Kino. Der Film kommt mit wenig Worten und steril anmutenden Bildern aus. Es dauert etwas, bis man als Zuschauer erkennt, was die Beiden belastet und worin die Beziehung zwischen ihnen besteht. Es geht um Trauer und Schuld und ob und wie man sie überwinden kann. Nachdem beiden klar ist, worin ihre Beziehung besteht ist der weitere Verlauf für mich nicht mehr ganz stimmig. Für Psychologiestudenten sehenswert, sonst für ein Nischenpublikum.

Bewertung: **

Kinostart: 20.02.2020 FSK: 12 Jahre Regie: Francesco Rizzi