Der beschauliche Ort Marienzell hat ein ernsthaftes Problem. Einwohner wandern ab, Läden schließen – aus einem einfachen Grund: Der Ort hat kein High Speed Internet und für den zuständigen Betreiber ist ein Anschluss des Ortes schlicht wirtschaftlich nicht rentabel. Lena (Rosalie Thomass) ist auch persönlich davon betroffen. Sie wünscht sich endlich ein Kind, ihr Mann ist allerdings dagegen, da der Hof zu wenig abwirft und sie sich ein Kind nicht leisten können. Sexuell läuft deshalb zwischen den Beiden nichts mehr und ihr Mann ist auf Pornoseiten im Internet unterwegs. Mit ihren Freundinnen Waltraud (Gisela Schneeberger) und Maria (Bettina Mittendorfer) will sich Lena deshalb an einem Tanzwettbewerb im Nachbarort beteiligen um mit dem Preisgeld die teure Internetverbindung anzuzahlen. Juror der Veranstaltung ist Jorge Gonzalez, der die Damen bei ihren Bemühungen tatkräftig unterstützt. Allerdings macht ihnen die Frau des Bürgermeisters mit einem eigenen Tanzauftritt das Preisgeld streitig und diverse private Probleme der Damen machen es ihnen auch nicht leicht, sich auf den Auftritt zu konzentrieren.
Die guten Schauspieler hätten ein besseres Drehbuch verdient. Der Film hat zweifellos witzige Stellen – die Idee mit dem Schweinchen ist nett, und wie Lena am Anfang halbnackt mit dem alten Traktor durch das Dorf brettert hat etwas. Auch die Tanzeinlagen und die Schlussszenen sind gut, aber insgesamt doch irgendwie holprig. Porno schauen trotz zu langsamen Internet – irgendwie widersprüchlich. Man merkt, dass nach dem überraschenden Erfolg des ersten Teils ein 2. Teil fällig war – und das hat dann ja relativ lange gedauert.
Bewertung: ***
FSK: 12 Jahre Kinostart: 03.10.2019 Regie: Rainer Kaufmann