Lara Jenkins (Corinna Harfouch) ist eine verbitterte, pensionierte Beamtin, die gerade 60. Geburtstag hat. An diesem Tag gibt ihr Sohn Viktor (Tom Schilling) ein Klavierkonzert, bei dem er auch eine eigene Komposition spielen will. Lara war nicht eingeladen, sondern stattdessen ihr Exmann und dessen neue Freundin. Ihr Verhältnis zu ihrem Sohn ist angespannt. Er wohnt nicht mehr bei ihr, sondern ist zu seiner Großmutter, Laras Mutter gezogen. Lara besorgt sich alle noch verbliebenen Eintrittskarten und verschenkt sie u.a. an ehemalige Arbeitskollegen und an völlig Fremde. Lara versucht noch Kontakt zu ihrem Sohn aufzunehmen, und verunsichert ihn vor seinem großen Auftritt. Wird der sensible Viktor trotzdem auftreten können?
Man braucht Zeit für diesen Film. Lara ist ohne Frage frustriert, enttäuscht und verbittert. Sie wurde frühpensioniert, hatte Probleme in ihrer Behörde und hat einerseits versucht ihren Sohn zu unterstützen, andererseits verunsichert sie ihn, indem sie die Qualität seiner Komposition subtil anzweifelt. Die problematische Mutter-Sohn-Beziehung wird durch die beiden Hauptdarsteller ausgezeichnet dargestellt. Sie machen den Film sehenswert.
Bewertung: ****
FSK: 0 Jahre Kinostart: 07.11.2019 Regie: Jan-Ole Gerster