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Rocketman

Im Bühnenkostüm des Rocketman sieht man Elton John (Taron Egerton) in eine Therapiesitzung hineinplatzen und seine Drogen-, Alkohl- und Sexsucht bekennen. In Rückblicken wird dann sein wahrlich ausschweifendes Leben erzählt. Es beginnt mit dem kleinen Reginald Dwight, der unter der freudlosen Ehe seine Eltern leidet und sich doch nach deren Zuwendung sehnt. Der Vater verlässt früh die Familie und Reginald erhält wegen seiner Begabung am Klavier ein Stipendium an der Royal Academy of Music in London. Hier ändert er seinen Namen in Elton John und es beginnt sein beispielloser Siegeszug durch das Musikgewerbe. Er wird zum absoluten Weltstar, hat aber Probleme mit seiner zunächst nicht eingestandenen Homosexualität, rutscht immer mehr in die Drogenabhängigkeit und hat Schwierigkeiten echte Freunde von Falschen zu unterscheiden.

Toller Musikfilm der ungeschönt das Leben von Elton John schildert. Seine Homosexualität wird nicht nur angedeutet sondern in eindeutigen Szenen gezeigt. Elton John`s Genialität als Künstler kommt dabei aber keineswegs zu kurz. Nicht nur wegen der phantastischen Songs sollte man sich gut überlegen, in welchem Kino man den Film anschaut. Ich konnte ihn in der Originalfassung im Dolby Cinema des Mathäser Filmpalastes in München sehen. In diesem stylischen neuen Kinobereich, der ganz in schwarz gehalten ist (keine störenden Lautsprecher), mit tollen verstellbaren Ledersesseln, ist der Film ein echter Genuss. Erstmalig in Deutschland hat man hier unglaublich realistische Bilder mit einem wahnsinnigen Sound. So und nicht anders sollte man diesen Film erleben.

Bewertung: *****

FSK: 12 Jahre Kinostart: 30.05.2019 Regie: Dexter Fletcher