Allgemein, Komödie

Tel Aviv On Fire

Der Palästinenser Salam (Kais Nashif) arbeitet 1967 als Aushilfe bei der Produktion der Daily-Soap „Tel Aviv on Fire“, die von seinem Onkel produziert wird. Israelis und Palästinenser schauen die schnulzige Serie. Salam soll eigentlich nur Kaffe kochen und mit seinen Hebräischkenntnissen für treffende Übersetzungen sorgen, wird aber durch Zufall zu einem der Drehbuchschreiber. Bei seinen täglichen Grenzübertritten fällt dem israelischen Kommandeur Assi (Yaniv Biton) eine Drehbuchfassung in die Hände und er zwingt Salam, es umzuschreiben. Der unerwartete Erfolg der Neufassung führt dazu, dass Salam weiter als Drehbuchautor arbeitet und er sich schließlich immer mehr von Assi emanzipiert. Vor dem Hintergrund des Palästinenserkonflikts entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte zwischen Salam und einer alten Schulfreundin. Als die Serie abgesetzt werden soll hat Salam ein großes Problem.

Eine gelungene Komödie, die die Konflikte und Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern nicht ausblendet. Grenzkontrollen, hohe Mauern und Stacheldraht zeigen die Realität, die sich bis in die Gegenwart nicht geändert hat. Die Soap-Opera als Film im Film und die Entwicklung von Salam zum Drehbuchschreiber sind überzeugend. Trotzdem ist der Film witzig, mit gelungenen Dialogen und das Ende ist durchaus überraschend.

Bewertung: ****

FSK: Ab 6 Jahren Kinostart: 11.07.2019 Regie: Sameh Zoabi