Trautmann

Bert Trautmann (David Kross) gerät als Wehrmachtssoldat in englische Kriegsgefangenschaft. Im Gefangenenlager spielt er im Hof mit anderen Gefangenen Fußball und steht im Tor. Dabei sieht ihn Jack Friar (John Henshaw) ein Lebensmittelhändler und Trainer eines lokalen Fußballvereins. Dieser überredet den Lagerkommandanten ihm Bert für seinen vom Abstieg bedrohten Verein „auszuleihen“. Bert überzeugt als Torwart und wird trotz der Ressentiments gegen den „Feind“ von Jack immer wieder als Ladenhilfe und natürlich als Torwart geholt. Nach Deutschlands Niederlage bleibt Bert Trautmann in England und wird schließlich von Manchester City als Torwart engagiert. Hier sind die Widerstände gegen den Deutschen noch stärker und es kommt zu großen Protesten gegen seinen Einsatz. Gleichzeitig verliebt sich Bert in die Tochter von Jack, die er schließlich auch heiratet. Durch seine überragende Leistung als Torwart, insbesondere im legendären Finale des FA-Cups 1956, als er mit gebrochenem Genick weiterspielte und damit seiner Mannschaft den Sieg sicherte, wird er bei Manchester City nicht nur akzeptiert sondern sogar zur Legende. In kurzen Rückblenden wird Trautmanns Kriegseinsatz im Osten geschildert, wo er die Erschießung eines kleinen Jungen nicht verhindert. Dieses Trauma und der Unfalltod seines Sohnes belasten auch seine Ehe.

Gelungene Schilderung einer außergewöhnlichen Karriere, die in Deutschland wohl kaum bekannt ist. Natürlich etwas „weich gezeichnet“ aber nichts desto Trotz absolut sehenswert – nicht nur für Fußballfans.

Filmstart: 14.03.2019 FSK: 12 Jahre Regie: Marcus H. Rosenmüller